GedankenPlattform
Monday, 5. April 2004
ein diebisches vergnügen

es macht manchmal ein diebisches vergnügen, die anderen zu kritisieren, gerade an ihrer empfindlichsten stelle:

den intelligenten in seiner logik
die schöne in ihrer frisur
den künstler in seinem werke
den dichter in seiner sprache
den handwerker in seinem handwerk
die mutter in ihren kindern
den manager in seinem führungsstil
den sozialisten in seiner lebensführung
den christen in seiner heuchelei
den moralisten in seiner triebhaftigkeit
die feministin in ihrer gelebten partnerschaft
den humoristen in seiner depressionsneigung
den guru in seinen jüngern
den pedanten in seiner unordnung
den ehrlichen in seiner lügenhaftigkeit
den mutigen in seiner angst
den pazifisten in seiner aggressivität
...

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In größter Not führt der Mittelweg zum Tod.

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Warum geht es mir so dreckig

Warum geht es mir so dreckig, was kann ich allein dagegen tun?
Warum geht es mir so dreckig, was kann ich allein dagegen tun?

Sieben Uhr aufstehen, Kaffee trinken,
zur Arbeit fahren, freundlich sein, den Chef grüßen,
nicht sagen, was ich denke, nicht denken, was ich sage.
Ich möchte am liebsten tot sein und von allem nichts mehr sehen.
Ich möchte am liebsten tot sein und von allem nichts mehr sehen.

Warum geht es mir so dreckig, was kann ich allein dagegen tun?
Warum geht es mir so dreckig, was kann ich allein dagegen tun?

Fünf Uhr, Feierabend, zum Bus rennen,
n'Abend Alter, n'Abend Alte, Abendessen,
in die nächste Kneipe gehen, Bier trinken.
Ich möchte so besoffen sein, daß ich alles nicht mehr seh.
Ich möchte so besoffen sein, daß ich alles nicht mehr seh.

Warum geht es mir so dreckig, was kann ich allein dagegen tun?
Warum geht es mir so dreckig, was kann ich allein dagegen tun?

Soll ich morgen abhauen und gehen, wohin ich will?
Soll ich die Papiere holen und machen, was ich will?
Soll ich mir'n Schuß machen und von allem nichts mehr sehen?
Ich möchte endlich frei sein, aber wohin soll ich gehen?

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Sunday, 4. April 2004
wish

wish I was a hunter-In search of different food
I wish I was the animal-Which fits into that mood
I wish I was a person-With unlimited breath
I wish I was a heartbeat-That never comes to rest

I wish I was a stranger-Who wanders down the sky
I wish I was a starship-In silence flying by
I wish I was a princess-With armies at her hand
I wish I was a ruler-Who’d make them understand

Wir sprengten jeden Rahmen, als wir zusammenkamen,
War es wie eine Explosion
Und ich schwör, ich spür die Erschütterung immer noch
Ich weiß, du rennst, und doch bist du erst nah,
Und wenn du in meinen Armen liegst
Ich geh zu Boden, wenn du nicht mit mir fliegst

Oh baby, baby, bitte lauf, lauf, gib nicht auf,
Ich habe dich vermisst, es fressen mich Dämonen auf,
Wenn du nicht bei mir bist, ich tue, was du verlangst,
Hab keine Angst
Ich lasse dich nicht allein, denn uns gehört die Welt,
wir können alles sein
Doch jetzt bist du auf dich gestellt

I wish I was a writer-Who sees what’s yet unseen
I wish I was a prayer-Expressing what I mean
I wish I was a forest-Of trees that do not hide
I wish I was a clearing-No secrets left inside

Komm zu mir zurück, ich bin wegen dir hier,
Zum Glück bleibt uns noch Zeit, bis zur Ewigkeit,
Ein Stück deines Daseins steckt in mir,
Und ich halte es so fest
Doch die Erinnerung bringt mich um, weil es mich nicht
Loslässt, bitte bleib bei mir
Verzeih mir, lass es dich nicht zerstören, wir kommen frei hier
Wenn wir nur auf die Liebe schwören, es gibt sonst nichts
Auf dieser Welt, was uns zusammenhält, außer dem
Was du mir gibst, wenn du mich liebst, und deshalb
Bitte lauf, lauf, gib nicht auf,
Ich habe dich vermisst, es fressen mich Dämonen auf,
Wenn du nicht bei mir bist, ich tue, was du
Verlangst, hab keine Angst
Ich lasse dich nicht allein, den wir können alles sein
Sind wir auf uns allein gestellt!!

Die zwei beschreiben Stille, die jeden Krach umhüllt,
Besitzen ein Bewusstsein, was jeden Raum erfüllt,
Auch du wirst mich vermissen, wenn keiner bei dir ist, denn ich will von dir wissen
Wer du bist, ich brauch dich doch auch nicht
mehr als du mich...

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Die zwei Seiten...

des Lebens. Eine ist glänzend und die andere schwierig und schwer.
Wie hasse ich diesen Spruch! Tausendmal gehört, tausendmal darauf aufmerksam gemacht worden. Mit einer Ruhe und Gelassenheit bekommt man dieses Bild in letzter Zeit mehrmals an den Kopf geworfen. Jedesmal denke ich, es kann doch gar nicht schlimmer kommen, ich habe doch schon so viel gewonnen in den letzten Monaten, Wochen, Tagen. aber dann kriecht das Leben mit seiner seltsamen Art und Weise, mit seinem ungalublichen Verständnis für deplazierte Ereignisse aus irgendeiner Ecke und sprengt meinen Kopf in tausend Stücke.
Ich frage mich in letzter Zeit häufig, ob es gerecht ist, ob es angebracht ist, vom Schicksal so herausgefordert zu werden. Ich werde den Eindruck nicht los, für Glück bezahlen zu müssen. Nicht mit Geld, nicht mit Naturalien - nein, sondern mit Schlägen. Schlägen in meine Gefühlswelt, Schlägen in meinen Kopf, einfach in mein Dasein. Ich verliere Menschen um mich herum für immer. Ich verliere Menschen um mich herum auf Zeit. Für was? Nur für glückliche Momente auf die der Mensch an sich auch ein Anrecht hat?
Der Verlust wiegt schwer. Jeden Tag treffen neue, kaum noch schlimmer werden könnende aber tuende Botschaften, Nachrichten und Ereignisse auf mein Denken und Fühlen. Jedesmal sage ich mir, "lieber Gullideckelmann" sei gut und lass den Schmerz nicht so groß werden. Kraftlos, in Hoffnung auf bessere Zeiten rette ich mich über den Tag, im Sternendenken und -fühlen verbunden mit einem weit weg entferntem Stern. Nur hilft das in diesen Momenten nur wenig, da die Distanz so unendlich, unüberwindbar groß scheint. Auf ewig verlasssen die Menschen die einem lieb geworden sind diesen kleinen, verstrahlten, kalten Planeten. Andere werden in ihre eigene, undurchschaubare, schwermütige, unkontrollierbare Welt gesogen um uns Überbleibseln des Restes, das Leben noch schwerer zu machen.
Und dann wieder dieses Bild der zwei Seiten. Es muss so sein! Es wird wieder besser! Sei stark und geduldig! Ich sage Ihnen allen da draußen, dass ich keine ust mehr auf diese zwei Seiten habe. Ich möchte mich mal wenigstens eine Woch nur auf einer unbeschwerten, glücklich genießenden Seite befinden. Aber dazu wird es wohl in absehbarer Zeit nich kommen.
Vielleicht in meinen Träumen. Vielleicht bei den Engeln am Meer. Vielleicht in einer ganz fernen Zukunft. Vielleicht schon heut Nachmittag. Vielleicht sehe ich das alles zu kategorisierend. Vielleicht sollte ich es einfach auf mich zurollen lassen - das Leben. Vielleicht ist es nur ein Vielleicht zu viel.

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Saturday, 3. April 2004
Wer sich der Sonne zuwendet, hat den Schatten hinter sich.

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Thursday, 1. April 2004
one day

one day we, we've had a dream
the dream of a place, we've never seen
but now it seems there is no way
leading to this special place

one day we will try it again, one day we will try it again
one day we will try it again, one day we will try it again

one day we will try it again, one day we will try it again
one day we will try it again, one day we will try it again

one day we'll get to the place
we are dreaming about every day
one day we'll get to the place
we are searching for in deep space
one day, i believe, the day will come
we'll get to the place in the sun
just some day it seems that we don't get on

one day, i believe, the day will come
we'll get to the place in the sun
just some day it seems that we don't
get on, get on, get on, get on

fly to the sky and leave us behind
but please find the place in the sun
fly to the sky and don't ask me why

one day we will try it again, one day we will try it again
one day we will try it again, one day we will try it again

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wo bin ich hier?

ich glaub ich bin bei dir!
ich glaub ich bin bei mir!
in meinem kopf, in meiner seele, in meinem herzen?
oder doch bei dir?
in deinem kopf, in deiner seele, in deinem herzen?
ich glaub ich bin bei dir
ich glaub ich bin bei mir
oder doch in unserem kopf, in unserer seele, in unserem herzen?
ich bin bei uns.
die sternenfrau lächelt süß und ewiglich in meinem muschelsarg aus glas.
sie bringt mich zum lachen, zum weinen und zum fühlen.
sie, die gegangen ist um alles zu ändern, um sich, um mich zu ändern.
danke für so viele stunden, träume und sehnsüchte.
der sternenmann passt auf, er wacht und hütet die liebe, die angst und die verzweiflung.

du, nur du, dafür sollte ich dem leben danken. dem leben das nicht schöner sein kann, nicht schmerzlicher, nicht traumhafter.

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Ich bin kein Rassist, ich hasse alle Menschen.

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