gedankenschubla.deHeimlich, still und leise mache ich mich aus dem Staub. Schüss und Danke Antville, es war eine schöne Zeit, etwas über vier Jahre immerhin. Nun ist es Zeit für Neues, für Eigenes. Der gewohnte neue Inhalt ist ab nun ausschließlich unter gedankenschubla.de zu finden. Auch dort sind Sie herzlich eingeladen zu schreiben und zu kommentieren.Dass diese letzten drei Artikel hier auf der Startseite stehen bleiben ist wahrscheinlich nur ein weiterers Zeichen, von wem oder was auch immer. Alte Artikel könenn nach wie vor kommentiert werden, neue zu schreiben ist nicht mehr möglich. Ich habe mich für Wordpress entschieden, für den eigenen Server, für die eigene Datenbank. Den Verlust des Community-Bonusses muss ich dafür hinnehmen. Danke,
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GedankenPlattform : Tags : Literatur
Wenn ihr glücklich seid, blickt tief in euer Herz und ihr werdet erkennen, dass gerade das, was euch Leiden ließ, euch jetzt Freude schenkt.
Wenn ihr bekümmert seid, blickt abermals in euer Herz und ihr werdet sehen, dass ihr in Wahrheit über das weint, was zuvor eure Freude war. © Khalil Gibran "Der Prophet"
Dich
dich sein lassen ganz dich Sehen daß du nur du bist wenn du alles bist was du bist das Zarte und das Wilde das was sich losreißen und das was sich anschmiegen will Wer nur die Hälfte liebt der liebt dich nicht halb sondern gar nicht der will dich zurechtschneiden amputieren verstümmeln Dich dich sein lassen ob das schwer oder leicht ist? Es kommt nicht darauf an mit wieviel Vorbedacht und Verstand sondern mit wieviel Liebe und mit wieviel offener Sehnsucht nach allem - nach allem was du ist Nach der Wärme und nach der Kälte nach der Güte und nach dem Starrsinn nach deinem Willen und Unwillen nach jeder deiner Gebärden nach deiner Ungebärdigkeit Unstetigkeit Stetigkeit Dann ist dieses dich dich sein lassen vielleicht gar nicht so schwer © Erich Fried
Ich stehe
mit den Schuhen tief im Sand weich und nachgebend wie er schwarz heben sich die Vögel beifallklatschend von dem Wasser auf Mein Weg schmal und weiß ist aus Papier © Christiane Grosz
ich bin dir wie ein vorbereiten
und lächle leise, wenn du irrst; ich weiß, daß du aus einsamkeiten dem großen glück entgegenschreiten und meine hände finden wirst. © rainer maria rilke
das kam mir grad in den sinn, das ist ein wunderbares gedicht.
[...] Er verneigte sich immer wieder.
"Warum verneigst du dich?", fragte ich. Wieder verneigte sich Mika. Das verwirrte mich dermaßen, dass ich ganz schnell meine Frage wiederholte. "Warum verneigst du dich?" Jetzt war er verwirrt. Ich glaube, er wusste nicht, ob er sich noch einmal verneigen, oder einfach nur antworten sollte. "Da, wo ich herkomme, verneigen wir uns immer, wenn jemand eine witzige Frage stellt.", erklärte er. "Und je tiefsinniger die Frage ist, umso tiefer verneigen wir uns." So etwas Komisches hatte ich schon lange nicht mehr gehört. Ich begriff einfach nicht, wie man sich wegen einer Frage verneigen konnte. "Aber wie begrüßt ihr euch dann?" "Wir versuchen, uns jedes mal eine kluge Frage auszudenken." "Warum denn?" Zuerst verneigte er sich kurz, weil ich noch eine Frage gestellt hatte, dann sagte er: "Wir versuchen, uns eine kluge Frage auszudenken, damit unser Gegenüber sich verneigt." Ich war von dieser Antwort derart beeindruckt, dass ich mich so tief verneigte, wie ich nur konnte. [...] "Warum hast du dich verneigt?", fragte er fast beleidigt. "Weil du auf meine Frage eine so kluge Antwort gegeben hast.", sagte ich. Jetzt sagte er sehr laut und deutlich etwas, das ich seither niemals vergessen habe: "Eine Antwort ist niemals ein Grund sich zu verneigen. Selbst, wenn eine Antwort sich schlau und richtig anhört, darf man sich trotzdem nicht verneigen." [...] "Wer sich verneigt, beugt sich.", sagte Mika. "Du darfst dich nie einer Antwort beugen." "Warum nicht?" "Eine Antwort ist immer ein Stück des Weges, der hinter dir liegt. Nur eine Frage kann uns weiterführen." Ich fand diese Worte so klug, dass ich mir die Hände unters Kinn pressen musste, um mich nicht schon wieder zu verneigen. [...] © Jostein Gaarders "Hallo, ist da jemand?"
Ein Reh
springt munter zwischen Bäumen umher. Das ist seine Welt, sie ist ihm vertraut und bietet ihm Schutz. Ein Jäger springt fröhlich dem Reh hinterher... Peng - Peng - © Günther Melzer
"(...) Und dann brach mit einem Schlag die letzte Hemmung in ihnen, der Kreis in sich zusammen. Sie stürzten sich auf den Engel, fielen über ihn her, rissen ihn zu Boden. (...) In kürzester Zeit war der Engel in dreißig Teile zerlegt, und ein jedes Mitglied der Rotte grapschte sich ein Stück, zog sich, von wollüstiger Gier getrieben, zurück und fraß es auf. Eine halbe Stunden später war Jean-Baptiste Grenouille in jeder Phase vom Erdboden verschwunden.
(...) Als sie es dann wagten, verstohlen erst und dann ganz offen, da mußten sie lächeln. Sie waren außerordentlich stolz. Sie hatten zum ersten Mal etwas aus Liebe getan. © aus "Das Parfum" von Patrick Süßkind
Ein überwältigender Schluß. Grenouille wird aus Liebe aufgefressen. Irgendwie gut, irgendwie genial, dieser Schriftsteller. Ist ein Fach für sich
Du bist einfach Manchmal einfach so Ganz einfach Ohne Warum Und manchmal bist du nicht So einfach Ganz einfach Ohne Warum Und dann passiert es Einfach passieren lassen Es passiert einfach Ist passiert Passierte Passiert vielleicht wieder, oder? Wird passieren Und schon passiert es wieder Einfach so Ist es wieder passiert Nicht fragen Einfach sein Einfach sein lassen Einfach gelassen sein Es ist ein Fach Einfach für sich Mach es einfach Einfach machen Einfach machen lassen Einfach gemacht sein Es ist einfach Einfach gemacht "(...) Bald hatte der Lachende Mann das größte Privatvermögen der Welt zusammengerafft. Den größten Teil davon stiftete er anonym den Mönchen eines chinesischen Klosters - demütigen Asketen, die ihr Leben der Aufzucht deutscher Polizeihunde gewidmet hatten. Den Rest seines Vermögens legte der Lachende Mann in Diamanten an, die er gelegentlich in Smaragdbehältern im Schwarzen Meer versenkte. Für sich selbst brauchte er fast nichts; er (...) wohnte in einer winzigen Hütte, unter der sich eine Sporthalle und ein Schießstand befanden, an der stürmischen Küste von Tibet.
© J. D. Salinger aus "Neun Erzählungen"
Vor dem leeren Baugrund
mit geschlossenen Augen warten bis das alte Haus wieder dasteht und offen ist Die stillstehende Uhr so lange ansehen bis der Sekundenzeiger sich wieder bewegt An dich denken bis die Liebe zu dir wieder glücklich sein darf Das Wiedererwecken von Toten ist dann ganz einfach © E. Fried
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ansch | 2006-08-26 11:58 Ausgeblutet Doch hüte Dich, nehme Dich in Acht!
Entblößungen zerkratzen Deine Offenheit.
Strukturen werden aufgedeckt,
die noch verschleierte Wirklichkeit enthüllt....
mortek | 2006-08-26 03:24 ... stimmt, den punkt hab ich völlig außer acht gelassen.
don raspunicum | 2006-08-26 01:05 ... ich konstruiere mir meine eigene wirklichkeit und glauben sie mir, ich bin nicht allein, wir alle sind so gestrickt.
pappnase | 2006-08-25 21:12 Realität & Leben Nicht das wahre Leben ist das Leben, sondern das, was deine Anwesenheit im wahren Leben ergibt ist dein Leben; das, was meine Anwesenheit im wahren Leben ergibt ist mein Leben; das, was dein Leben und mein Leben plus unsere Anwesenheit im wahren Leben ergeben ist unser Leben. etc. pp. für alle Menschen, auch für die, die sich gar nicht kennen und gar nichts miteinander zu tun haben, sodass sich am Ende eine unendliche rekursive Summe ergibt (Schmetterlingseffekt), die das Leben in seiner Gesamtheit beschreibt.
Weil der Mensch aber weder die Rekursion noch die Unendlichkeit fassen oder gar begreifen kann, kann er nicht verstehen was das Leben ist.
Das Leben ist unsere Realität. Jetzt. Die einzige Realität die wir derzeit haben ist das Leben. Ich glaube nicht, dass die Realität das Leben ist. Aber das Leben ist ein Teil von ihr. Selbst wenn wir, Matrix-like, nur ein Produkt in einer fremdgesteuerten Welt wären, wäre das Leben die Wahrheit.
don raspunicum | 2006-08-25 20:42 Wer eine unglückliche Liebe in Alkohol ertränken möchte, handelt töricht. Denn Alkohol konserviert.
don raspunicum | 2006-08-25 15:49 ... nä, das war vorher schonmal da. aber nicht bei antville gehostet sondern unter raspunicum.de. mich dann daran erinnert. gesehen, dass es gelöscht war unter raspunicum.de. bei antville hochgeladen. aber der teddy mit dem stein ist schon um einiges smarter.
don raspunicum | 2006-08-22 20:19 ... und das graben sie nun aus?
don papp | 2006-08-22 19:53 ... irgendwoher kenn ich das kerlchen doch
*grübel*
mortek | 2006-08-22 19:50 Teddy
raspunicum | 2006-08-22 19:18
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