gedankenschubla.de

Heimlich, still und leise mache ich mich aus dem Staub. Schüss und Danke Antville, es war eine schöne Zeit, etwas über vier Jahre immerhin. Nun ist es Zeit für Neues, für Eigenes. Der gewohnte neue Inhalt ist ab nun ausschließlich unter gedankenschubla.de zu finden. Auch dort sind Sie herzlich eingeladen zu schreiben und zu kommentieren.
Dass diese letzten drei Artikel hier auf der Startseite stehen bleiben ist wahrscheinlich nur ein weiterers Zeichen, von wem oder was auch immer. Alte Artikel könenn nach wie vor kommentiert werden, neue zu schreiben ist nicht mehr möglich.

Ich habe mich für Wordpress entschieden, für den eigenen Server, für die eigene Datenbank. Den Verlust des Community-Bonusses muss ich dafür hinnehmen.
Danke,                     
(don) raspunicum
Startseite raspunicum      Startseite mortek      Startseite pappnase      Startseite sturmgeweiht      Startseite andere        
     |  anmelden


   Keine Zielgruppe
   Postcrossing

  Get Firefox
  Get Thunderbird


  Creative Commons License



Wenn ihr glücklich seid, blickt tief in euer Herz und ihr werdet erkennen, dass gerade das, was euch Leiden ließ, euch jetzt Freude schenkt.
Wenn ihr bekümmert seid, blickt abermals in euer Herz und ihr werdet sehen, dass ihr in Wahrheit über das weint, was zuvor eure Freude war.
© Khalil Gibran "Der Prophet"
the_sun  |  Sonntag, 16. Juli 2006, 21:49
 noch keine Kommentare  |  Kommentieren
Dich
dich sein lassen
ganz dich

Sehen
daß du nur du bist
wenn du alles bist
was du bist
das Zarte
und das Wilde
das was sich losreißen
und das was sich anschmiegen will

Wer nur die Hälfte liebt
der liebt dich nicht halb
sondern gar nicht
der will dich zurechtschneiden
amputieren
verstümmeln

Dich dich sein lassen
ob das schwer oder leicht ist?
Es kommt nicht darauf an mit wieviel
Vorbedacht und Verstand
sondern mit wieviel Liebe und mit wieviel
offener Sehnsucht nach allem -
nach allem
was du ist

Nach der Wärme
und nach der Kälte
nach der Güte
und nach dem Starrsinn
nach deinem Willen
und Unwillen
nach jeder deiner Gebärden
nach deiner Ungebärdigkeit
Unstetigkeit
Stetigkeit

Dann
ist dieses
dich dich sein lassen
vielleicht
gar nicht so schwer
© Erich Fried
raspunicum  |  Mittwoch, 8. März 2006, 00:22
 ein Kommentar  |  Kommentieren
Ich stehe
mit den Schuhen tief
im Sand weich
und nachgebend wie er
schwarz
heben sich die Vögel
beifallklatschend
von dem Wasser auf
Mein Weg
schmal und weiß
ist aus Papier
© Christiane Grosz
texas-georg  |  Freitag, 6. Januar 2006, 01:51
 noch keine Kommentare  |  Kommentieren
ich bin dir wie ein vorbereiten
und lächle leise, wenn du irrst;
ich weiß, daß du aus einsamkeiten
dem großen glück entgegenschreiten
und meine hände finden wirst.
© rainer maria rilke

das kam mir grad in den sinn, das ist ein wunderbares gedicht.
pappnase  |  Dienstag, 22. November 2005, 21:05
 noch keine Kommentare  |  Kommentieren
[...] Er verneigte sich immer wieder.
"Warum verneigst du dich?", fragte ich.
Wieder verneigte sich Mika. Das verwirrte mich dermaßen, dass ich ganz schnell meine Frage wiederholte.
"Warum verneigst du dich?"
Jetzt war er verwirrt. Ich glaube, er wusste nicht, ob er sich noch einmal verneigen, oder einfach nur antworten sollte.
"Da, wo ich herkomme, verneigen wir uns immer, wenn jemand eine witzige Frage stellt.", erklärte er. "Und je tiefsinniger die Frage ist, umso tiefer verneigen wir uns."
So etwas Komisches hatte ich schon lange nicht mehr gehört. Ich begriff einfach nicht, wie man sich wegen einer Frage verneigen konnte.
"Aber wie begrüßt ihr euch dann?"
"Wir versuchen, uns jedes mal eine kluge Frage auszudenken."
"Warum denn?"
Zuerst verneigte er sich kurz, weil ich noch eine Frage gestellt hatte, dann sagte er:
"Wir versuchen, uns eine kluge Frage auszudenken, damit unser Gegenüber sich verneigt."
Ich war von dieser Antwort derart beeindruckt, dass ich mich so tief verneigte, wie ich nur konnte. [...]
"Warum hast du dich verneigt?", fragte er fast beleidigt.
"Weil du auf meine Frage eine so kluge Antwort gegeben hast.", sagte ich.
Jetzt sagte er sehr laut und deutlich etwas, das ich seither niemals vergessen habe:
"Eine Antwort ist niemals ein Grund sich zu verneigen. Selbst, wenn eine Antwort sich schlau und richtig anhört, darf man sich trotzdem nicht verneigen." [...]
"Wer sich verneigt, beugt sich.", sagte Mika. "Du darfst dich nie einer Antwort beugen."
"Warum nicht?"
"Eine Antwort ist immer ein Stück des Weges, der hinter dir liegt. Nur eine Frage kann uns weiterführen."
Ich fand diese Worte so klug, dass ich mir die Hände unters Kinn pressen musste, um mich nicht schon wieder zu verneigen. [...]
© Jostein Gaarders "Hallo, ist da jemand?"
the_sun  |  Donnerstag, 19. Mai 2005, 19:04
 noch keine Kommentare  |  Kommentieren
Ein Reh
springt munter
zwischen Bäumen umher.
Das ist seine Welt,
sie ist ihm vertraut
und bietet ihm Schutz.

Ein Jäger
springt fröhlich
dem Reh hinterher...

Peng - Peng -
© Günther Melzer
raspunicum  |  Samstag, 23. April 2005, 12:44
 noch keine Kommentare  |  Kommentieren
"(...) Und dann brach mit einem Schlag die letzte Hemmung in ihnen, der Kreis in sich zusammen. Sie stürzten sich auf den Engel, fielen über ihn her, rissen ihn zu Boden. (...) In kürzester Zeit war der Engel in dreißig Teile zerlegt, und ein jedes Mitglied der Rotte grapschte sich ein Stück, zog sich, von wollüstiger Gier getrieben, zurück und fraß es auf. Eine halbe Stunden später war Jean-Baptiste Grenouille in jeder Phase vom Erdboden verschwunden.
(...) Als sie es dann wagten, verstohlen erst und dann ganz offen, da mußten sie lächeln. Sie waren außerordentlich stolz. Sie hatten zum ersten Mal etwas aus Liebe getan.
© aus "Das Parfum" von Patrick Süßkind

Ein überwältigender Schluß. Grenouille wird aus Liebe aufgefressen. Irgendwie gut, irgendwie genial, dieser Schriftsteller.
lausche  |  Samstag, 9. April 2005, 20:59
3 Kommentare  |  Kommentieren
Ist ein Fach für sich

Du bist einfach
Manchmal einfach so
Ganz einfach
Ohne Warum
Und manchmal bist du nicht
So einfach
Ganz einfach
Ohne Warum

Und dann passiert es
Einfach passieren lassen
Es passiert einfach
Ist passiert
Passierte
Passiert vielleicht wieder, oder?
Wird passieren
Und schon passiert es wieder
Einfach so
Ist es wieder passiert

Nicht fragen
Einfach sein
Einfach sein lassen
Einfach gelassen sein
Es ist ein Fach
Einfach für sich

Mach es einfach
Einfach machen
Einfach machen lassen
Einfach gemacht sein
Es ist einfach
Einfach gemacht
raspunicum  |  Mittwoch, 6. April 2005, 15:00
4 Kommentare  |  Kommentieren
"(...) Bald hatte der Lachende Mann das größte Privatvermögen der Welt zusammengerafft. Den größten Teil davon stiftete er anonym den Mönchen eines chinesischen Klosters - demütigen Asketen, die ihr Leben der Aufzucht deutscher Polizeihunde gewidmet hatten. Den Rest seines Vermögens legte der Lachende Mann in Diamanten an, die er gelegentlich in Smaragdbehältern im Schwarzen Meer versenkte. Für sich selbst brauchte er fast nichts; er (...) wohnte in einer winzigen Hütte, unter der sich eine Sporthalle und ein Schießstand befanden, an der stürmischen Küste von Tibet.
© J. D. Salinger aus "Neun Erzählungen"
lausche  |  Donnerstag, 27. Januar 2005, 22:14
 noch keine Kommentare  |  Kommentieren
Vor dem leeren Baugrund
mit geschlossenen Augen warten
bis das alte Haus
wieder dasteht und offen ist

Die stillstehende Uhr
so lange ansehen
bis der Sekundenzeiger
sich wieder bewegt

An dich denken
bis die Liebe
zu dir
wieder glücklich sein darf

Das Wiedererwecken
von Toten
ist dann
ganz einfach
© E. Fried
kleiner stern  |  Donnerstag, 16. September 2004, 09:44
3 Kommentare  |  Kommentieren
Verweise in 2. Fenster ÖffnenAbonnements ansehenSeite abonnieren

Startseite Startseite
Artikel schreiben
Artikelarchiv
Grafiken
Dateien
Umfragen
Mitglieder  |  92
Referrer
Statistik

Made with Antville

Philosophie - Unendlichkeit der Gedanken
Leben als Luftblasen, Spielball der Phantasie...
ansch  |  2006-08-26 11:58

Ausgeblutet
Doch hüte Dich, nehme Dich in Acht! Entblößungen zerkratzen Deine Offenheit. Strukturen werden aufgedeckt, die noch verschleierte Wirklichkeit enthüllt....
mortek  |  2006-08-26 03:24

...
stimmt, den punkt hab ich völlig außer acht gelassen.
don raspunicum  |  2006-08-26 01:05

...
ich konstruiere mir meine eigene wirklichkeit und glauben sie mir, ich bin nicht allein, wir alle sind so gestrickt.
pappnase  |  2006-08-25 21:12

Realität & Leben
Nicht das wahre Leben ist das Leben, sondern das, was deine Anwesenheit im wahren Leben ergibt ist dein Leben; das, was meine Anwesenheit im wahren Leben ergibt ist mein Leben; das, was dein Leben und mein Leben plus unsere Anwesenheit im wahren Leben ergeben ist unser Leben. etc. pp. für alle Menschen, auch für die, die sich gar nicht kennen und gar nichts miteinander zu tun haben, sodass sich am Ende eine unendliche rekursive Summe ergibt (Schmetterlingseffekt), die das Leben in seiner Gesamtheit beschreibt. Weil der Mensch aber weder die Rekursion noch die Unendlichkeit fassen oder gar begreifen kann, kann er nicht verstehen was das Leben ist. Das Leben ist unsere Realität. Jetzt. Die einzige Realität die wir derzeit haben ist das Leben. Ich glaube nicht, dass die Realität das Leben ist. Aber das Leben ist ein Teil von ihr. Selbst wenn wir, Matrix-like, nur ein Produkt in einer fremdgesteuerten Welt wären, wäre das Leben die Wahrheit.
don raspunicum  |  2006-08-25 20:42

Wer eine unglückliche Liebe in Alkohol ertränken möchte, handelt töricht. Denn Alkohol konserviert.
don raspunicum  |  2006-08-25 15:49

...
nä, das war vorher schonmal da. aber nicht bei antville gehostet sondern unter raspunicum.de. mich dann daran erinnert. gesehen, dass es gelöscht war unter raspunicum.de. bei antville hochgeladen. aber der teddy mit dem stein ist schon um einiges smarter.
don raspunicum  |  2006-08-22 20:19

...
und das graben sie nun aus?
don papp  |  2006-08-22 19:53

...
irgendwoher kenn ich das kerlchen doch *grübel*
mortek  |  2006-08-22 19:50

Teddy
raspunicum  |  2006-08-22 19:18


Mai 2008
MoDiMiDoFrSaSo
1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031
August




Impressum MindStation  |  © 2003-2004 by alicula & vatican  |  Update: 2006-11-06 18:52   nach obennach oben