GedankenPlattform
Wednesday, 30. June 2004
Das, was dem Leben Sinn verleiht, gibt auch dem Tod Sinn.

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Tuesday, 29. June 2004
Akzeptiere die Unterschiede *

Jeden Morgen dieselbe Frage, vorm Spiegel im Bad stehend, der, vom heißen Wasserdampf schon fast seinem Zweck entfremdet, jedoch noch immer spiegelnd, mir ein fremdes Bild zeichnet von einem dem Äußeren nach ganz und gar Unbekannten. Dieselbe Frage jeden Morgen, wer der Fremde sei. Da es doch ein Spiegel ist, in den ich blicke, müsste mir - seitenverkehrt zwar, aber wohl - mein eigenes Bild gegenüber- stehen.
Beweise? - Das, mir dort gegenüber, kann nicht ich sein, eher wahrscheinlich ein Dorian Gray, der dem Roman Oscar Wildes nach sich dem Teufel vermachte um ewige Jugend zu behalten, auf dem gemalten Bilde jedoch unaufhaltsam alterte, meiner selbst.
Solch ein Herr Gray scheint mich nun täglich zu verfolgen, doch ist es kein ewig Junger, kein immer Frischer, kein ungetrübt Schöner. Was dann? Den Roman nur als Bild der Sprache im Kopf, vermag ich es nicht zu erklären. Nur eines weiß ich: Das bist nicht du, der dir - und gleichfalls wohl dem Menschen in der Welt - entgegensieht und gegen- übersteht.
Zuerst sind wohl die Fragen zu beantworten, die Fragen warum ich nicht der mir Entgegenblickende bin, nicht sein kann, ferner die Frage, wer denn der rätselhafte Gegenüber ist, bevor mir die Zurückverwandlung offensteht.

Das Bild des Dorian Gray im Roman von Oscar Wilde

ich bin der wolf im fuzzipelz, wolf im fuzzipelz.
der wolf im fuzzipelz, wolf im fuzzipelz.
und ich bin gar nicht so wie ich bin,
ja ich bin gar nicht so wie ich bin.

© Peter Licht, "Fuzzipelz"

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Monday, 28. June 2004
Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.

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Schreiben gegen den unaufhörlichen Verlust von Dasein.

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Sunday, 27. June 2004
Hebel


Aus       - gehebelt
Weg       - gehebelt
Vorbei    - gehebelt

Leid      - gehebelt
Angst     - gehebelt
Konstrukt - gehebelt

und nun?

Sprachlos - reingehebelt

ins Leben.

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Einfach Schwer

Einfach herumgeirrt
im Wald der vergeblichen Suche

Einfach herumgeirrt
im Wust der dunklen Wolken

Einfach herumgeirrt
in der Gleichgültigkeit des Glücks

Schwer zu befinden
über das Sichfinden

Schwer zu halten
die Einsicht

Zu Schwer
Einfach ich zu sein?

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Martialisches Vokabular.

Danke möchte ich sagen.

Fliegende Ergründungen der Seele und des Seins – des Daseins. Worte wie Kampf und Sieg scheinen mir aber unangebracht, obwohl sie im heutigen, global gesehenen Zustand unserer Welt, auch ihre Daseinsberechtigung haben. Ist das Erleben und Erkennen des inneren Zweifels, der geheimsten Ängste nicht eher ein watteweicher Gang in die Zukunft? Ist es nicht eher so, dass das „Sich-Finden“ einen großen Glückszustand hervorruft, von dem man annimmt und hofft, dass er ewigliche Form erhält? Sollte in dieser zahnrädrigen Kopfmaschine nicht mehr Platz für explosionshafte Kommunikationsausbrüche sein? Überforderung wird auf Garantie nicht eintreten, da die „Mind-Engine“ meinerseits andere neuronale Bahnen nutzt. Vielleicht etwas unsichtbar und laut-sprachlos, dennoch anteilnahmig intensiv beobachtend. Es sollte kein Grund vorherrschend sein, der mich daran hindern sollte, „Dazusein“. Keinesfalls abschrecken, allenfalls noch viel zu wenig Seelendurch und -eindringung. Zuviel verlangt, dieses Öffnen? Darüber kann ich nicht entscheiden. Das überlasse ich anderen.
Die Maßstäbe des Zwistes zwischen Zerdenkung und Überfühlung ergeben sich immer aus persönlichen Erfahrungen. Was erwartet wird, was erhofft wird, sollte mitgeteilt werden, erfragt werden. Von selbst kann ich diese Maßstäbe nicht ohne weiteres korrigieren. Da bin ich auf Hilfe angewiesen gewesen (?), oder bin ich`s noch? Wir sollten darüber reden oder schreiben. Sonst ist das Leben still und leise und zieht vorbei, von dannen.

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Friday, 25. June 2004
mann - frau

ich denke die männer sind einfach strukturiert.
tritt ein problem auf, wird nach einer lösung gesucht und diese dann umgesetzt.
frauen sind in der denke wesentlich komplizierter und müssen alles von möglichst allen seiten durchleuchten und hinterfragen, manchmal entwickeln sie dadurch auch bessere lösungsstrategien...
wohlgemerkt, ich meine das nicht wertend und sicher gibt es auch ausnahmen, aber die aussage entspricht meinen bisher gemachten erfahrungen.

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Wednesday, 23. June 2004
Bitte nicht..

..so sehr grübeln über die Welt, über Sie, über mich, über alles. Einfach abstellen wäre schon nicht schlecht, aber ich weiß das dies wohl nicht möglich sein wird. Einfaches Reden, Erzählen, Sich-Sagen, Anschauen, Kommunizieren, Mitteilen. Viel altes, viel vergrabenes, viel vergessenes, viel schmerzliches und auch schönes! Der Kampf gegen die Sprachlosigkeit sollte gemeinsam geführt werden um neuronalen Ausschlag des Äußeren einzudämmen und abzustellen. Aufsteigende Magensäfte verkünden den geistige-emotionalen Belastungszustand und manch einer sieht es auf den ersten Blick. Gemeinsam-Zweisam, als einsam Grübelnd. Dabei frag ich mich, ob es auch gewollt ist und möglich ist? Hoffe doch, da es eigentlich einfach ist. Wenn auch ungewohnt neu, trotzdem anders und irgendwann auchmal schön. Wenn Lust auf mehr besteht würde ich mich sogar anbieten als Magensafteindämmungsobjekt zu dienen. Leider besteht bei mir immer mal wieder, wenn auch hoffentlich nicht all zu häufig, die Gefahr in trampliger, trotteliger, ungehobelter Art und Weise meine Wahrheit zu verkünden ohne Rücksicht. Vielleicht gehört das auch zum Lauf des Lebens zu lernen, welche Worte ich gebrauchen sollte um nicht solchen Schaden anzurichten.
Blöder Text.

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Tuesday, 22. June 2004
Arrivederci!

Da habe ich nun den Salat. Die apenninischen Fußballtreter haben meinen Tipp, wer denn nun mal europäische Kugelzuspielmacht wird, im Regen von Guimarães untergehen lassen.
Flasche leer sozusagen.

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